Downpour

Schwere Augen von den herumfliegenden Pollen, die Schultern tragen Blütenstaub. Schon sind die letzten fliegenden und krabbelnden Arbeiter in ihren Verstecken verschwunden. Lautes Grollen in der Ferne, bunte Schirme sprießen bereits in die Höhe. Ewig sitzt man noch, bis dann die ersten Tropfen fallen. Tinte verrinnt, das Papier ist völlig durchnässt. Angestupst von der Nase des Partners. Es ist nicht Zeit zu gehen, und doch verschwinden alle. Ich will ja nicht die Lungen fluten, eine Reinigung reicht völlig. Vom Turm hört man es schlagen, ich zähle kaum die Stunden. Aber ich weiß, du willst wissen, wie die Sterne stehen. Wie gerne wären wir über die wässrige Brücke gewandert, auf der Suche nach einer Insel für uns allein. Endlich Material für mich, zum Bearbeiten mit der schärfsten aller Klingen, und etwas Farbe, damit du künstlerisch sein kannst. Wie bald der Brief vernichtet ist, er hätte ohnehin keinen Sinn ergeben. Um mich herum, die Menschen haben alles. Genauso gut könnte es sich bei den Edelsteinen um zerbrochenes Glas handeln. Auf diese Weise wäre die Antwort, ich besäße das größte Vermögen, ist doch unsere Bande unendlich wertvoll. Manches Mal bis zum Reißen gespannt, niemals auch nur in Gefahr zerteilt zu werden. So abartig ich diese Welt auch finde, sie hat mich immerhin aufgenommen. Wieder einmal darf ich nicht den Anblick der Weiten, den Duft der Schätze, den Geschmack der Gaben, das Wispern der Stille vergessen. Und wie ich dich berühre. Nach dem Wolkenbruch. Ich stehe auf, klopfe meinem vierbeinigen Freund auf den Bauch. Meine Liebe wird heute nicht kommen, also gehe ich. Treffen werden wir uns ohnehin.